Wer ist eigentlich Riester?Die Riesterrente ist in aller Munde. Wer aber ist der Politiker, nach dem sie benannt ist? Es ist Walter Riester, ein ehemaliger Bundesminister. Geboren wurde er 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg. Bereits 1957 trat er ins Berufsleben ein, machte eine Ausbildung im Handwerk und arbeitete zunächst als Fliesenleger. In dieser Zeit wurde er Mitglied einer politischen Partei, der SPD. Ab 1970 bekleidete er jedoch zunehmend wichtige Ämter in der Gewerkschaft (beim Deutschen Gewerkschaftsbund und der IG Metall). Obwohl er die Gewerkschaftsarbeit bis in die neunziger Jahre fortsetzte, wurde er auch in den Aufsichtsrat verschiedener großer und bekannter Unternehmen gewählt. Diese Phase endete mit seinem parteiinternen Aufstieg. Seit 1998 war er im Parteivorstand der SPD, darüber hinaus wurde er Minister in der Regierung Gerhard Schröders. Sein Titel war der des "Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung". In dieser Funktion sah er sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr auf Dauer den gewohnten Lebensstandard der Rentner garantieren konnte, auch wenn noch kurz zuvor der damalige Minister Norbert Blüm etwas Gegenteiliges behauptet hatte. Es wurde klar, dass eine Reform des Rentensystems her musste und dass die Bürger um eine private Altersvorsorge in Zukunft nicht mehr herumkommen würden. Diese private Vorsorge wurde im Zuge der Rentenreform von 2000 bis 2001 auf freiwilliger Basis mit staatlicher Förderung eingeführt und erhielt im Volksmund die Bezeichnung Riesterrente. Kurz darauf, im Jahre 2002, wurden die Ministerien der Bundesregierung neu organisiert, Walter Riester schied aus der Regierung aus. Er war nun einfacher Bundestagsabgeordneter und ist dieses bis heute geblieben.
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