Schmuck und Diamanten
„Diamonds are the girl’s best friends“, sang schon Marilyn Monroe, und daran hat sich wohl kaum etwas geändert. Schmuck mit Diamanten ist war begehrt, und das nicht nur, weil Diamanten wertvoll sind.
Schmuck mit Diamanten übt wohl auch wegen des sprühenden Feuers des Edelsteins solche Faszination aus.
Der Diamant hat seinen Namen von dem Namen „adamas“ (= unbezwingbar). Der Diamant ist das härteste Mineral mit der Härte 10 auf der Skala nach Mohs. Er besteht aus reinem Kohlenstoff in extrem dichter Atompackung und zeichnet sich durch eine besonders hohe Lichtbrechung aus. Bedeutende Fundstellen sind in Kimberley (Südafrika), in Namibia, der Republik Kongo, Ghana, Angola Tansania und in Sibirien (Russland). Die ersten Diamanten wurden in Indien gefunden, und als dort die Funde rückläufig waren, übernahm Brasilien vorübergehend die Rolle des führenden Diamantenproduzenten, nachdem man dort 1728 die ersten Diamanten gefunden hatte. 1866 wurde Brasilien dann von Südafrika abgelöst. Der größte bisher gefundene Diamant, der „Cullinan“ mit 3106 Carat, stammt von dort. Später wurde dieser gigantische Diamant, der nur einen Einschluss aufwies, in 105 einzelne Steine zerlegt, von denen der größte 530,2 Carat wiegt.
Nur rund 20 Prozent aller gewonnenen Diamanten sind für die Schmuckherstellung geeignet. Da der Diamant das härteste Mineral der Welt ist, kann ein Diamant auch nur mit Diamanten geschliffen werden. Das Schleifen bringt seine Schönheit erst zur Geltung. Der Diamantschleifer untersucht zunächst den Rohdiamanten genau, bevor er anhand der Form, der Größe, der Einschlüsse und dem bei der Bearbeitung eintretenden Gewichtsverlust entscheidet, welchen Schliff er einsetzen will.
Der Brillantschliff ist ein genormter Schliff, der aus 56 Facetten und einer Tafel besteht. Ein Diamant im Brillantschliff wird als „Brillant“ bezeichnet. Ist ein Diamant nicht für den Brillantschliff geeignet, erhält er meist den sogenannten Diamantschliff. Weiter beliebte Schliffarten sind Smaragdschliff, Marquiseschliff, Ovalschliff, Tropfenschliff und Prinzessschliff.
Der Preis eines Diamanten wird bestimmt nach den sogenannten 4C: Carat (Gewicht), Cut (Schliffqualität), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit). Der Stein ist umso wertvoller und teurer, je größer, weißer, reiner und je besser geschliffen er ist. Es gibt unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten dieser Eigenschaften und deshalb auch Diamanten in allen Preislagen.
Von den 4C ist das Gewicht, in Carat ausgedrückt, die einzige objektiv messbare Größe. 1 Carat (ct) entspricht 0,20 Gramm Steingewicht.
Autorin: Susan Mueller
Email: ralf-richter1 @ gmx.de
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