Schmuck mit Chalcedon


Schmuck
mit Chalcedon und besonders mit Chalkopyrit oder Charoit ist selten zu finden. Schade eigentlich, denn es handelt sich um schöne Edelsteine mit besonderem Charakter, die in Schmuck wunderschön sind.
Der Chalcedon ist ein Quarz mit Vorkommen in kieselsäurearmen Vulkaniten wie beispielsweise Basalt oder in Verwitterungsböden und Flusssedimenten in Idar-Oberstein/Rheinland-Pfalz, Brasilien, Uruguay, Mexiko, Indien, Madagaskar und Oregon (USA). Seinen Namen erhielt der weiße, graue, bläuliche oder graublaue Chalcedon nach der untergegangenen Stadt „Kalchidon“ in Kleinasien. Er ist durchsichtig oder durchscheinend, tritt matt, aber auch mit Seidenglanz auf und weist selten auch ein irrisierendes Schimmern auf. Da er mit einer Härte von 6 bis 7 nach Mohs relativ hart ist, wurde schon in der Frühzeit Werkzeug daraus hergestellt. 8000 Jahre alte archäologische Funde beweisen dies.
Im Mittelalter stand der Chacedon als Symbol für Macht und Bedeutung.
Schmuck mit Chalcedon sollte keiner zu starken, länger andauernden Sonneneinstrahlung ausgesetzt werde, da er ausbleichen und milchig werden kann. Da Chalcedon auch gegen Chemikalien sehr empfindlich ist, sollte man bei Arbeit mit Reinigungs- und Spülmitteln vorsichtig sein. Chalcedon wirkt besonders schön in
Silberschmuck
, da die Kombination seiner Farbe mit Silber eine besonders frische Ausstrahlung hat.
Der Chalkopyrit, ein weltweit sehr häufig vorkommendes Mineral, ist auch als „Apachengold“ bekannt, wird aber auch als „Kupferkies“ oder „Towanit“ bezeichnet. Primär entsteht Chalkopyrit hydrothermal auf Erzgängen, wobei sich schöne Kristalle bilden. Sekundär entsteht er bei der Bildung toniger oder kohliger Sedimente aus Schwefelwasserstoff, der bei der Zersetzung organischen Minerals unter Luftabschluss frei wird. Gefunden wird Chalkopyrit in Deutschland (Harz, Bayrischer Wald, Erzgebirge), Frankreich, Spanien, Rumänien, USA, Kanada, Japan, China, Chile, Mexiko, Peru und Brasilien.
Der Name „Chalkopyrit“ ist aus den griechischen Worten „chalkos“ für Kupfer und „pyrites“ für Feuerstein abgeleitet. Mit Pyriten ist Funkenschlagen möglich.
Chalkopyrit kann man als Kettenhänger antreffen, die sehr ungewöhnlich aussehen wegen der messinggelben Farbe mit bunten Anlauffarben bei oxidierter Oberfläche und einer grünlich-schwarzen Strichfarbe. Der Stein ist undurchsichtig. Chalkopyrit sollte nicht zu oft mit Wasser in Berührung kommen, da er davon zersetzt wird.
Ist der Chalkopyrit sehr weit verbreitet auf der Erde, so ist der Charoit im Gegensatz dazu nur in einer einzigen Fundstelle, am Chara, einem Fluss in Sibirein, anzutreffen und ist in westlichen Welt erst seit 1976 bekannt. Sibirische Volksstämme haben den Charoit jedoch schon seit Jahrhunderten zu Schmuck verarbeitet und sagten ihm eine Wirkung gegen Seuchen nach. Im Teewasser mitgekocht, sollte er vor Krankheiten schützen und glück bringen.
Charoit wird hydrothermal in alkalischen Vulkangesteinen gebildet, ist hell-bis dunkelviolett, manchmal auch blauviolett mit Seiden- oder glasglanz, gelegentlich auch mit Perlmuttglanz, tritt durchscheinend oder undurchsichtig auf und ist etwas Besonderes wegen des Katzenaugeneffektes. Mit einer Härte von 5 bis 6 nach Mohs ist er recht gut schleifbar und wird als Cabochon in Schmuck verarbeitet, ist aber auch in Ziergegenständen zu finden. Vor starken mechanischen Beanspruchungen sollte man den Charoit schützen. Reinigen kann man ihn gut unter fließendem Wasser, bei starker Verschmutzung auch mit Seifenwasser.

Autorin: Susan Mueller

Ralf-richter1 @ gmx.de

 

 

 
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