Sattel fürs Rennrad

Ein Rennradsattel hat entsprechend seiner Verwendung die unterschiedlichsten Qualifikationen zu erfüllen. Grundsätzlich werden Rennradsättel in Damen-und Herren-Modelle unterschieden.

Eine geschlechtsspezifische Polsterung und Aussparungen im Genitalbereich erhöhen den Sitz-und Fahrkomfort. Ein Sattel der unteren Preiskategorie besteht aus einer Grundplatte mit den Befestigungsstreben für die Sattelstütze. Die Polsterung ist mit der Grundplatte verklebt, darüber ist die Satteldecke aus Lederimitation gespannt. In den höheren Preiskategorien werden auch hochwertigere Materialien verwendet, wie zum Beispiel Carbon für die Grundplatte und Echtleder für die Satteldecke. Für Radsportler welche großen Wert auf Gewichtsersparnis an ihren Rennrädern legen, werden minimalistische Sättel aus Carbon ohne Polsterung gefertigt. Für Nostalgiker gibt es exklusive klassische Ledersättel mit Nietenverziehrungen. Auch für die farbliche Abstimmung mit der jeweiligen Rennradlackierung ist gesorgt.

Farben wie weiße, schwarze, rote, blaue und rosa oder auch dezente Ziernähte sind bei den jeweiligen Herstellern verfügbar.
Als entscheidendes Kaufargument sollte neben dem Aussehen auch die Passform des Sattels sein. Im Fachhandel werden Sättel zum Probe sitzen angeboten. Jedoch besser und objektiver wäre eine ausgiebige Probefahrt mit der eigenen Radsportbekleidung insbesondere mit einer Radsporthose mit Sitzpolster durchzuführen, da viele Sitzbeschwerden erst nach längerer Fahrzeit auftreten können. Hier ist natürlich die Kulanz des Händlers und das Verhandlungsgeschick des Käufers gefragt.

Um ein möglichst optimales Fahrgefühl und Komfort auf dem Rennrad zu erreichen ist neben dem Sattel auch die Sattelstütze nicht zu vernachlässigen. Je dünner eine Sattelstütze ist, um so stärker kann sie federn und damit Fahrbahnunebenheiten ausgleichen. Bei Rennrädern ist Verwendung von luftgefederten Sattelstützen eher unüblich. Um eine optimale Anpassung des Rennrades an den Fahrer erreichen zu können, gibt es Sattelstützen mit stufenloser Klemmung (um den Sattel zu 100% waagerecht ausrichten zu können), mit Versatz nach vorn (z.B. für Triathleten, um diesen in eine aerodynamischere Position zu bringen), ohne Versatz und für größere Fahrer sind Sattelstützen mit Versatz nach hinten erhältlich.

 

 

 
Autor  Fabian Rauschecker
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