Loommöbel
Wer sich regelmäßig das wöchentliche Werbeprospekt einiger Möbelhäuser ansieht stolpert nicht nur über eine Vielzahl an wunderschönen und hochwertigen Möbeln und Wohnaccessoires sondern auch hin und wieder über neuartige Begriffe aus denen diverse Möbel hergestellt werden. Während man sich an Teak- und Rattanmöbel bereits gewöhnt hat taucht auch der Begriff Loom immer häufiger im Zusammenhang mit der Inneneinrichtung auf. Aber was bedeutet Loom eigentlich bei der Möbelherstellung und welche Eigenschaften besitzt das Herstellungsverfahren.
Loommöbel werden gut und gerne auch als Möbel aus Papier bezeichnet, welches es aufgrund der Verarbeitung des Materials erhalten hat. Denn die Grundlage eines Loommöbelstücks wie eines Loomstuhl ist ein mit Kraftpapier umwickelter Draht. Der auf einem Webstuhl zum so genannten Loom Geflecht gewoben wird. Diese Technik gibt es bereits seit einem knappen Jahrhundert und wird im Fachchargon auch „Lloyd Loom Technik“ genannt.
Der Name stammt von dem Erfinder dieser Verarbeitungsmethode, Marshall Burns Lloyd. Bereit seit den 1920er Jahren wurden in England diese Art der Möbel hergestellt und vertrieben. Und seit je her wird noch auf die gleiche Weise produziert wie damals. Während im Laufe der Zeit viele Kunden auf andere Materialen umgestiegen sind, gibt es seit einigen Jahren bei diversen Möbeldesignern zahlreiche wunderschöne und dekorative Loomstühle wieder im Angebot. Zwar sind diese preislich nicht so erschwinglich wie Möbelstücke aus Rattan aber dafür erhält man ein wirklich einzigartiges Loommöbelstück. Und es ist kein Vergleich was manche Liebhaber auch heute noch für einen einzigen Loomstuhl in einem Antiquitätenhandel bezahlten.
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