Laguiole – Messer in französischer Tradition gefertigt
Im 19. Jahrhundert fertigte Piere Jean Calmels das Laguiole Taschenmesser, welches noch heute nach dem klassischen Vorbild von damals geschmiedet wird. Den Namen verdankt das traditionelle französische Taschenmesser dem ursprünglichen Ort seiner Herstellung. Allerdings gibt es inzwischen rund 134 Laguiole-Schmiedewerkstätten, welche die Laguiole Messer fertigen, denn der Name allein kann nicht geschützt werden. Auch wenn die unterschiedlichen Messerschmiede ihre Produkte teilweise mit kleinen Unterschieden herstellen und sich nicht jedes Laguiole Messer in der Hand gleich anfühlt, sind die Klinge, das Heft und die Feder im Rücken des Messers im Grundsatz sehr ähnlich. Auf dem Messerrücken werden als Markenzeichen neben Stierköpfen und Jakobsmuscheln, auch die traditionellen Bienen verwendet, die als Zeichen von Fleiß, Arbeitseifer und Ordnung gelten. Die Griffschalenbeschläge vom Laguiole Messer werden aus exklusivsten Materialien, wie zum Beispiel, Horn, Elfenbein oder Edelhölzern hergestellt. Das Laguiole Messer kennzeichnet sich auch durch die individuelle Verzierung des Federrückens, sowie einer Klinge aus Schwedenstahl, Damaststahl oder Kohlenstoffstahl, in die Kerben eingeschliffen werden. Um den mittleren Niet werden außerdem Nägel in Form eines Kreuzes ins Heft geschlagen, denn die Sage erzählt, dass die Hirten die Messer in die Erde steckten, um nachts vor den Kreuzen in ihrem Heft zu beten. Davon wird das Laguiole Messer wohl keinen Schaden genommen haben, aber weil die Klinge auf der Innenseite der Feder aufschlägt, wenn man sie zuschnappen lässt, sollte man sie stets langsam schließen: „Ressort silencieux vivra vieux“, zu Deutsch „Leise Feder wird lange leben“.
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