Insel der tausend Gesichter

Wer an eine Mallorca Reise denkt, aber bisher noch nicht auf der Baleareninsel war, dem kommen wahrscheinlich als erstes Szenen aus Klamaukfilmen wie „Ballermann 6“ oder die einschlägigen Hits wie „Der König von Mallorca“ in den Sinn. Mallorca steht für langes Aufbleiben, Sangria aus Eimern mit langen Strohhälmen, durchtanzte Nächte und Sonnenbaden an Stränden, auf denen man durch die Handtücher und Sonnenliegen kaum noch Sand findet. Dass Mallorca ab von den vielen Treffpunkten aber auch ruhige und den Natur- und Kulturinteressierten anziehende Punkte aufweist, ist nach wie vor wenig bekannt. Natürlich wird das Clichée des Ballermanntouristen ausgewalzt wo es nur geht. Dabei vergisst man gern, dass zum Beispiel ein sehr artenreicher Naturpark (s’Albufera) in der Nähe von Alcúdia zu finden ist. Auch kulturhistorisch interessierten Besuchern bietet sich eines der vielen Gesichter der Insel. Von Ruinen aus der Römerzeit bis hin zu Burgen und Festungen, deren Verliese (z.B. Castell de Belver) teilweise noch Anfang des 19. Jahrhunderts genutzt wurden. In manchen Burgen kann man sogar übernachten, sie sind auf die Bedürfnisse moderner Menschen ausgebaut und eingerichtet worden. Die Calas de Mallorca, die mallorquinischen Buchten, bieten eine Vielzahl von Tropfsteinhöhlen, Delphinarien, einen Park mit den verschiedensten Kakteenarten, Aquaparks oder Auto – Safaris. Vor Ort findet sich stets ein kleines Reisebüro, das Touren über die Insel oder auch zu den anderen Baleareninseln Menorca, Ibiza, Formentera und Cabrera organisieren kann. Ob mit Bussen, dem Schiff, Fahrrädern oder einem Mietwagen, Mallorca und auch seine Nachbarn sollten nicht nur auf seine Strände beschränkt besucht werden.

 

 

 
Autor  Andreas Mettler
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