Funktionsweise eines PlasmabildschirmsIm Vergleich zu herkömmlichen Fernsehern sind moderne Bildschirme deutlich größer und wesentlich flacher. Es gibt aber zumindest eine Gemeinsamkeit: In beiden Fällen wissen die Benutzer für gewöhnlich nicht, wie das Gerät eigentlich funktioniert. Deshalb sei hier einmal erklärt, wie ein modernes Plasma TV arbeitet. Wie auch bei alten Fernsehgeräten oder selbst einem gedruckten Bild setzt sich die Darstellung aus einzelnen Bildpunkten zusammen. Für jeden Bildpunkt hat ein Plasmafernseher drei Kammern, die durch Elektroden (also elektrische Anschlüsse) angesteuert werden können. In den Kammern befindet sich Gas, das durch das Anlegen einer elektrischen Spannung (im Bereich von einigen hundert Volt) zu einem Plasma wird. Darunter versteht man in der Physik, dass die Atome des Gases ionisiert oder zumindest energetisch angeregt werden. Bei der Rückkehr in ihren Grundzustand geben sie die Energie in Form ultravioletter Strahlung wieder ab. Diese Strahlung ist allerdings für menschliche Augen nicht sichtbar. Sie wird daher lediglich benutzt, um bestimmte Leuchtstoffe, mit denen die Wände der Kammern beschichtet sind, zum Leuchten zu bringen. Dabei leuchtet jede der drei Kammern, die zu einem Bildpunkt gehören, in einer anderen Farbe, entweder rot, grün oder blau – je nachdem, welchen Leuchtstoff sie enthält. Aus den drei Grundfarben können durch Mischen, also gleichzeitiges Leuchten mehrerer Kammern, alle anderen Farben erzeugt werden. Dadurch müssen natürlich die Kammern unabhängig voneinander aktiviert werden können, was eine aufwändige Elektronik erfordert. Der Vorteil dieser Technologie gegenüber den alten Fernsehgeräten ist, dass keine Fernsehröhre benötigt wird, was die flache Bauweise ermöglicht. Der Hauptnachteil ist (vom Preis einmal abgesehen) die Auflösung, die schlechter ist als etwa bei ähnlich flachen LCD-Bildschirmen.
|
|
||||||||
|
Artikel drucken Artikel empfehlen |
||||||||
