FOREX – Goldgräber des 21. Jahrhunderts!?
Seitwärtsverlaufende Aktienmärkte. Subprime Krise. FOREX scheint der Ausweg zu sein und soll Anlegers Liebling werden. So jedenfalls der Wunsch zahlreicher FOREX-Broker, welche beim Kundenservice bis zum äußersten gehen. FOREX-Trading ist verführerisch. In FOREX-Kreisen gehen folgende Zahlen um: 95-99% aller FOREX-Beginner machen Verluste. Die FOREX-Broker werden eine genaue Zahl haben, jedoch diese niemals der Öffentlichkeit preisgeben. Zu gut ist das Geschäft mit den privaten FOREX-Newbies.
FOREX ist eine „Over the Counter“ Markt, d.h. alles wird direkt zwischen Käufer und Verkäufer geregelt, eine Börse mit Öffnungszeiten und Handelsaufsicht gibt es nicht. Natürlich kann und wird ein FOREX-Broker nicht dauerhaft abweichende Kurse vom Interbanken-Markt stellen. Am Interbanken-Markt handeln de großen Banken dieser Welt unter sich. Wir privaten FOREX-Trader müssen draußen bleiben. Wenn ein FOREX-Broker also dauerhaft stark abweichende Kurse stellt, dann würde sich das ganz schnell herumsprechen und ihm würden die Kunden scharenweise davon laufen.
Was der FOREX-Broker jedoch kann und was gemacht wird, ist zu bestimmten Zeiten den Kursnotierungen einen kleinen „Push“ geben. Natürlich macht er das nur wenn es sich lohnt und dies nicht weiter auffällig ist. Es lohnt sich, wenn der FOREX-Broker in sein Orderbuch schaut und sieht dass an einer bestimmten Kursschwelle viele Stop-Loss Aufträge seiner Kunden liegen. Es fällt nicht weiter auf, wenn man dass zu Zeiten von hoher Volatilität macht, z.B. beim Veröffentlichen der US-Arbeitslosenzahlen. Eingefrorene Tradingplattformen, verzögerte Orderausführung und überdimensionierte Spreads sprechen eine klare Sprache.
Um zurück zum Titel mit den Goldgräbern zu kommen. Dort war es oft so, dass die Leute welche Schippen verkauft haben mehr Geld verdient haben als die, die nach Gold gesucht haben. In Indien gab es einen bekannten Trader, der mit dem halten von Seminaren und dem Schreiben von Büchern über seine Tradingindikator sein Geld verdient hat. Dass der Indikator in Wirklichkeit gar nicht funktioniert hat, haben die meisten erst spät gemerkt, oft auch zu spät. Vielleicht sollte man sich einmal unter diesem Gesichtspunkt die zahlreichen FOREX-Dienstleister anschauen Von Handelssignalen per SMS, MMS, Email über Tradingroboteren und Super-Indikatoren bis zum vollautomatisierten Handelssystemen wird FOREX-Zubehör verkauft was das Zeug hält.
Klar kann man mit FOREX auch Geld verdienen, allerdings ist es nicht anders als im Leben auch. Man muss hart dafür arbeiten, was für die meisten heißen wird auf andere schönen Dinge im Leben zeitweise zu verzichten. Das will und kann nicht jeder, deswegen 95-99%.
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