Existenzgründung: Gründertypen gesucht
Das eigene Unternehmen ist ein Traum Vieler. Ist eine interessante Geschäftsidee für die Existenzgründung gefunden, kann es losgehen mit der Verwirklichung dieses Traumes. Ein Businessplan muss her, Informationen über den Markt müssen gesammelt werden, Lieferanten müssen ausgewählt werden, ein Standort muss gesucht werden und zu guter letzt muss dann auch die Finanzierung der unternehmerischen Pläne sicher gestellt werden. Hieran scheitert mancher potentieller Gründer und oft genug liegt es nicht an der Geschäftsidee. Schnell wird deutlich: Eine gute Idee für eine aussichtsreiche Existenzgründung genügt nicht, um Fremd- oder Eigenkapitalgeber zu überzeugen.
Ganz gleichgültig, ob die Finanzierung der Existenzgründung über Banken, über private oder institutionelle Investoren oder mit Hilfe von anderen Finanzierungen abgewickelt werden soll: Neben der Geschäftsidee entscheidet auch die Frage danach, ob der Gründer „der Richtige“ ist, über den Erfolg. Banken und Investoren haben eines gemeinsam; beide prüfen, ob sie dem Gründer oder den Gründern zutrauen, dass zukünftige Unternehmen zum Erfolg zu führen. Dabei kommt es nicht darauf an, Spezialist in allen Gebieten zu sein, die im Rahmen der Existenzgründung erforderlich sind. Viel mehr ist entscheidend, welche Erfahrungen ein Gründer mitbringt, welche Stärken er in das Vorhaben einbringt und welche Schwächen sein Erfahrungs- und Kenntnisprofil aufweist.
Vorteilhaft und überzeugend sind insbesondere Kenntnisse in der Branche, in der gegründet werden soll - das gilt sowohl für die Existenzgründung in der Gastronomie als auch für Neustarter in anderen Branchen. Insbesondere bei grösseren Beträgen ist es wichtig, sich mit dem geplanten Umfeld auszukennen. Gerne gesehen wird auch ein Gründer mit Führungserfahrung; auch wenn es die Erfahrung aus einer gescheiterten Existenzgründung ist.
Betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind im Rahmen einer Existenzgründung ebenfalls unabdingbar. Das bedeutet nicht, dass Sie gleich Betriebswirtschaftslehre studiert haben müssen, Sie sollten aber verstehen, wofür ein Marketing gut ist und was es mit dem Begriff Controlling auf sich hat. Lücken in den Erfahrungen und Kenntnissen sollten stets offen gelegt werden. Wer mit verdeckten Karten spielt, gerät ansonsten schnell in den Verdacht, die Finanzierung „ermogeln“ zu wollen. Die Bennung von Schwächen im Profil des Gründers sollte stets mit Überlegungen gekoppelt werden, wie ein Gründer diese Schwächen auszugleichen gedenkt. Eine Fortbildung, eine Beratungsleistung oder anderes können helfen, Schwächen zu begegnen.
Zusammenfassend kann gesagt werden: Im Rahmen einer Existenzgründung sollten Sie wissen wer Sie sind, was Sie können und worin Sie nicht gut sind. Wer sich dann noch Gedanken macht, wie er seine Stärken nutzt und Schwächen begegnet, der hat bei einer guten Geschäftsidee gute Chancen darauf, seine Ziele zu erreichen.
Autor: Andrea Claudia Delp
E-Mail: info(at)amaveo.de
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