Europäische Regeln für Rosé-Wein bleiben streng
Eine neue EU-Verordnung zur Neuregelung der Herstellung und Kennzeichnung von Wein sollte am 1. Augugst 2009 in Kraft treten. Insbesondere die Verfahren zur Herstellung von Rosè-Wein sollten durch die Verordnung neu geregelt werden. Aufgrund massiver Proteste europäischer Winzer hat die Europäische Kommission von dem Gesetzesvorschlag Abstand genommen.
Mehr Wettbewerb auf dem Wein-Markt
Was die Herstellungsverfahren von Rosé angeht gibt es einen großen Unterschied zwischen Europa und dem Ausland. Während es international üblich ist Rosé-Wein aus einem Verschnitt von Rotwein und Weisswein herzustellen, ist dieses Verfahren in der Europäischen Union verboten. Zugelassen sind in Europa ausschließlich zwei Verfahren, die bereits seit Jahrhunderten angewendet werden, die Mazeration oder direkte Pressung. Um Rosé-Wein zu gewinnen werden Traubensaft und die Schalen nach dem Quetschen wenige Stunden im selben Behälter belassen, durch die kurze
Maischestandzeit nimmt die Maische weniger Extrakte aus den Schalen auf, daher die helle Farbe. In Weinanbaugebieten außerhalb der EU ist es üblich, dass Rosé-Wein aus Verschnitt von Rotwein und Weisswein hergestellt wird. Auf diese Weise ist es den Winzern möglich ihren Wein auf dem Markt zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten als europäischen Rebensaft. Die Europäische Kommission betrachtet das Verbot des Verschnitt-Verfahrens als Wettbewerbsnachteil für europäische Winzer. Im Zuge einer geplanten Wein-Reform sollte deshalb auch die Herstellung von Rosé vereinfacht werden.
Ein Rosé-Wein aus Verschnitt ist von der Qualität her nicht mit einem europäischen Produkt zu vergleichen.
Rosé-Wein bleibt europäisches Qualitätsprodukt
Rosé-Wein ist beliebt wegen des frisch-fruchtigen Geschmacks und erfreut sich gerade in den Sommermonaten großer Beliebtheit.
Europäische Winzer sind stolz auf die Tradition und Qualität ihrer Produkte, vor allem in Frankreich, Italien und Spanien aber auch in Deutschland löste der Vorstoß der EU-Kommission massive Demonstrationen aus. Die Winzer befürchten, dass der Markt mit Billig-Wein überschwemmt werden und der Absatzmarkt für den teuren europäischen Rosé-Wein einbrechen könnte. Darüber würde der Ruf von europäischem Rosé-Wein leiden, da der Verbraucher nicht nachvollziehen könnte, ob ein Rosé aus Verschnitt oder traditionell hergestellt wurde.
Aufgrund der Proteste europäischer Winzer sah sich die Europäische Kommission gezwungen die geplanten Richtlinien aus dem Entwurf für eine Wein-Reform zu streichen.
Rotwein
Weisswein
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