Das Wasserbett im Schlafzimmer

Für einige Deutsche sind bestimmte Annehmlichkeiten, wie die Klimaanlage, das Wasserbetten, das Handy, der Wintergarten und ähnliches ein selbstverständlicher Bestandteil ihres normalen Lebens. Sie schwingen sich morgens aus ihrem Wasserbett, stellen sich im Bad unter die Regendusche, genießen ihren morgendlichen Kaffee, den die programmierbare Kaffeemaschine vielleicht schon aufgebrüht hat, und steigen dann in ihr Auto, um zur Arbeit zu fahren. Nach getaner Arbeit fahren sie nach Hause und relaxen etwas im hauseigenen Fitnessraum oder sogar im eigenen Schwimmbad. Anschließend bereiten sie in ihrer hochmodernen Luxusküche ein leckeres Essen zu und machen es sich gemütlich.
Vielen Deutschen geht es nicht so gut. Für die sind Klimaanlage, Wasserbett, Handy oder Wintergarten so weit entfernt wie die Sterne und der Mond. Denn sie haben keinen Job und auch keine Perspektive und leben am Rande des Existenzminimums. Dort sehen die Prioritäten etwas anders aus. Da wird keine Klimaanlage gebraucht, sondern eine warme Mahlzeit oder ein Paar neue Schuhe oder eine warme Jacke für den Winter. Diese Menschen sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf oder wenigstens nachts einen Platz zum Schlafen haben und wenn sie wissen, wovon sie und ihre Familie leben und was sie am nächsten Tag essen sollen. Klimaanlage, Wasserbett, Handy oder Wintergarten sind ihnen völlig egal, denn sie haben ganz andere Sorgen.

 

 

 
Autor  Max Neugebauer
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