3D Beamer – Trend oder Nischentechnologie?
Ob 3D Beamer ein Trend sind oder das Dasein einer Nischentechnologie fristen werden, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Seit geraumer Zeit wird an der stetigen Verbesserung der Projektionsmethoden gearbeitet, und Nachteile wie die geringere Helligkeit der 3D-Projektion werden mittlerweile durch lichtstärkere Systeme wie Leuchtmittel auf LED-Basis ausgeglichen. Die obligatorische 3D-Brille bleibt aber weiterhin ein unverzichtbares Utensil, denn für Beamer mit vertretbaren Preisen für den Privatbereich gibt es derzeit keine Alternative zum aktiven 3D-System. Dabei werden die beiden unterschiedlichen Bilder von einer einzigen Projektionseinheit nacheinander auf die Projektionsfläche geworfen. Eine spezielle Shutterbrille wird mit der Wiedergabe synchronisiert, so dass immer wenn das Bild für das linke Auge gezeigt wird, auch nur das linke Auge freie Sicht hat.
Diese Methode für 3D Beamer benötigt also Shutterbrillen mit eingebauter Elektronik und einer Energiequelle (meist kleine Akkus auf Lithiumpolymerbasis), was die Shutterbrillen teurer und schwerer macht als die einfachen Brillen mit Polarisationsfilter, wie sie beim passiven 3D-System Verwendung finden. Dort werden die beiden unterschiedlichen Bilder gleichzeitig deckungsgleich übereinander projiziert. Getrennt werden die Bildinhalte durch die unterschiedliche Polarisation des Lichtes. Dieses System benötigt für jedes Auge nur eine sehr leichte und günstig herstellbare Folie und einen Halterahmen dafür. Diese Projektionstechnik wird oft in Kinos verwendet, da hier die Brillen für die Zuschauer in großen Mengen benötigt werden und einem deutlichen Verschleiß unterliegen. So ist es günstiger, einen teuren Projektor zu benutzen um preiswerte Brillen verwenden zu können.
Was die Bildquellen für den 3D Beamer betrifft, lässt sich vor allem eines sagen: Die Industrie hat aus dem Debakel mit HD-DVD und BluRay Disc gelernt. Die Spezifikation für 3D-Inhalte auf BluRay-Medien ist so ausgereift, dass es keine Kompatibilitätsprobleme geben sollte. So kommen beispielsweise auch ältere digitale Receiver mit HDMI-Signalen nach 3D-Standard zurecht und leiten die Inhalte problemlos vom Player an den Beamer weiter. Lediglich der Beamer muss 3D-Fähigkeiten haben, um das Bild korrekt wiedergeben zu können.
|
|